Die größten Einsätze der Feuerwehr Gelsenkirchen von 1980 bis 2004

Chronologisch sind die besonderen und größeren Einsätze in der Geschichte der Feuerwehr Gelsenkirchen von 1980 bis 2004 aufgelistet. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Ergänzungen durch unsere Leser sind immer willkommen.

12.10.1980:

Großfeuer bei der Firma Früco in Schalke. Die Flammen vernichteten 16 Silos mit jeweils 100 Zentnern Erdnüssen und anderen Trockenfrüchten. Es entstand ein Sachschaden von über zehn Millionen Mark.

01.09.1981:

Die älteste in einem Zoo lebende Elefantendame "Birma" wird im Gelsenkirchener Ruhr-Zoo eingeschläfert. Infolgedessen rückt die Feuerwehr an, um den Kadaver mit Kettensägen und Greifzügen zu zerlegen, da er sonst nicht aus dem Zoogehege abzutransportieren gewesen wäre.

06.10.1981:

Durch ausströmendes Gas wurden von einem Mehrfamilienhaus an der Bismarckstraße große Teile des zweiten Obergeschosses und des Dachbodens zerstört. Eine Person konnte nach Stunden nur noch tot geborgen werden.

31.12.1981:

Großer Schaden entstand am Silvesterabend in einem Schreinerreibetrieb in Schalke. Das Feuer war in einer Spielbude ausgebrochen. Es konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Feuer durch Funkenflug ausgebreitet hatte und somit mussten über 20 Quadratmeter Fassadenverkleidung der anliegenden Schreinerei entfernt werden.

25.01.1982:

Vollbrand eines zweigeschossigen Gebäudes in Resse, dass die Diskothek "Fledermaus" beherbergte. Die Wasserversorgung musste über eine Wegstrecke von drei Kilometern hergestellt werden.

05.03.1982:

Mehrere Million Mark Schaden entstanden beim Platzen des Hochofens 4 auf dem Gelände des Thyssen Schalker Vereins. Durch den geborstenen Boden des Hochofens flossen 200 Tonnen Roheisen und glühender Koks ins Kühlwasserbecken. Verletzt wurde bei dem Unglück niemand.

04.04.1982:

Acht C-Rohre und fünf B-Rohre wurden von siebzig Feuerwehrleuten beim Brand eines ehemaligen Straßenbahndepots in Gelsenkirchen-Hassel eingesetzt. Ein Feuerwehrmann musste während der Löscharbeiten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

13.05.1982:

Brand auf dem Gelände der Firma Redest an der Uferstraße. Bei Reparaturarbeiten an einem Schieber eines Röhrenofens war austretendes Toluol in Brand geraten. Zwei Arbeiter, die im Ofen mit der Instandsetzung beschäftigt waren, erlitten schwerste Verbrennungen.

18.05.1982:

Vollbrand des Jugendzentrums "Pappschachtel" in Buer, trotz eines massiven Löschangriffs konnte ein Totalverlust nicht verhindert werden.

28.06.1982:

Nur durch auslösen der fünften Alarmstufe und der Mithilfe der Berufsfeuerwehr Essen konnte ein Übergreifen eines Altpapier-Lagerbrandes bei der Firma Peters auf drei Flüssiggasgroßbehälter verhindert werden.

15.04.1983:

In einem 63 Meter hohen Silo auf dem Gelände des Veba Kraftwerks an der Glückaufstraße brannten in einer Bunkerzelle zirka 100 Kubikmeter Feinkohlenstaub. Die schwierigen Löscharbeiten dauerten bis zum 21.04.1983.

24.06.1983:

Nur durch die Vornahme von sieben B-Rohren, zwölf C-Rohren, zwei Monitoren und drei Schaumwasserwerfern konnte die Ausbreitung eines Lagerhallenbrandes auf dem Gelände der Firma Schickedanz an der Grothusstraße auf das gesamte Firmengelände verhindert werden.

27.11.1983:

Während schwere Herbststürme Schäden im ganzen Stadtgebiet anrichteten und für Feuerwehreinsätze sorgten, brach in einer Wohnung an der Bickernstraße ein Brand aus, der sich durch den Sturm schnell ausbreitete. Die Flammen wurden durch den Wind teilweise mehrere Meter aus den Fenstern gedrückt. Ein zweijähriger Junge starb in den Flammen.

23.11.1984:

Orkanartige Herbststürme beschäftigten zwei Tage lang drei Züge der Berufsfeuerwehr und 110 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Spektakulärster Einsatz war dabei die Beseitigung einer zerfetzten Leinwand am Autokino an der Balkenstraße.

09.12.1984:

Ein Brand einer zweigeschossigen 40 mal 15 Meter großen Verzinkereihalle auf dem Küppersbusch-Gelände bedeutete Vollalarm für die Feuerwehr Gelsenkirchen. Außerdem wurde die Feuerwehr Essen zur Unterstützung gerufen.

01.01.1985:

Der Kindergarten an der Braukämperstraße brannte in der Neujahrsnacht bis auf die Grundmauern nieder. Das Großfeuer entstand durch einen unglücklichen Zufall. Nach den Ermittlungen der Kripo und Brandsachverständigen war die Brandursache eine verirrte Silvesterrakete.

21.01.1985:

Auf der Autobahn A 42 zwischen den Anschlussstellen Schalke und Heßler in Fahrtrichtung Duisburg verunglückte ein Sattelzug aus Düsseldorf. 18.000 Liter vierprozentiger Salzsäure ergossen sich auf die Standspur der Autobahn. Zu dem Unglück war es gekommen, weil sich die Hinterachse des Fahrzeuges durch einen technischen Defekt gelöst hatte und dadurch der Ablass-Stutzen abbrach. Die alarmierte Feuerwehr konnte den Ablass-Stutzen nicht mehr abdichten. Sie musste die Salzsäure mittels Wasser verdünnen und in die Kanalisation leiten. Messungen wurden an den Kläranlagen durchgeführt.

21.05.1985:

Die Feuerwehr war bei einem Unwetter mit über zehn Löschzügen im Einsatz. Dabei gab es unter anderem folgenden spektakulären Einsatz:

Vier Männer, Beschäftigte einer Firma aus Essen, waren in über 50 Meter Höhe dabei, einen nicht mehr benötigten Kamin des Kraftwerkes Consol der Steag abzubrechen, als über Gelsenkirchen ein Unwetter mit Gewitter und wolkenbruchartigen Regenfällen niederging. Plötzlich schlug ein Blitz in den Kamin ein und verletzte zwei der vier Arbeiter zum Teil schwer. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich schwierig weil die Drehleitern mit dem Rettungskorb nur bis zu einer Höhe von 30 Metern reichen. Bis zu dieser Höhe mussten die Verletzten mittels Rollgliss und Marinetrage vom Kaminkopf abgeseilt werden, weil der Rotordruck bei einem möglichen Hubschraubereinsatz zuviel Abbruchmaterial aufgewirbelt hätte und damit die zu Rettenden und die Einsatzkräfte gefährdet gewesen wären.

24.05.1985:

Nächtlicher Brand von 50.000 Litern Rohöl bei der Veba Öl, die zunächst befürchtete Katastrophe blieb jedoch aus. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnte das Feuer schnell gelöscht werden. Nach Darstellung der Werksleitung von der Veba Öl sind aus einem 25 Meter hohen Tank rund 50.000 Liter Rohöl ausgelaufen und haben sich auf einer Fläche von zirka 9000 qm ausgebreitet. Aus ungeklärter Ursache hatte sich das Rohöl entzündet.

19.08.1985:

Für helle Aufregung sorgten in der Nacht zum 19.05.1985 gegen 03:30 Uhr ein oder mehrere Brandstifter. Durch einen explosionsartigen Knall in einem Architekturbüro an der Buer-Gladbecker-Straße in Buer wurden die Anwohner aus dem Schlaf gerissen. Sie alarmierten die Feuerwehr, zumal dichter Qualm aus den Fenstern drang. Nach zwei Stunden hatte die Feuerwehr das Feuer gelöscht.

23.12.1985:

Lagerhallenbrand auf dem Gelände der ehemaligen Firma Eurovia an der Middelicher Straße. Als die Feuerwehr eintraf, explodierte das Dach und Scheiben zerbarsten. Insgesamt wurden zwei Züge der Berufsfeuerwehr und drei Züge der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt. Gegen 19:30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Ein Übergreifen auf die gesamte Halle und die Büroräume konnte verhindert werden.

30.12.1985:

Die Diskothek "Flash" an der Wanner Straße brannte nachts völlig ab. Zum Glück wurde niemand verletzt, da das Lokal zu diesem Zeitpunkt geschlossen war. Es entstand ein Sachschaden von über einer Millionen Mark. Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf das Hauptgebäude verhindern.

17.07.1986:

Vermutlich durch eine Gasexplosion ist eine Dachgeschosswohnung eines Hauses an der Industriestraße weggerissen worden und völlig ausgebrannt. Eine Person kam bei dem Unglück ums Leben.

04.08.1986:

Bei der Ruhr Öl GmbH am Bellendorfsweg war ein Destillationsofen in Brand geraten. In diesem Ofen wird leichtes Heizöl auf eine Temperatur von 360 Grad gebracht. Das Heizöl entzündete sich aus bisher ungeklärter Ursache.

05.11.1986:

Auf einer Länge von gut einem Kilometer war der Rhein-Herne-Kanal mit einem Ölfilm überzogen. Die Feuerwehr beseitigte den Umweltschaden.

15.12.1986:

Bei einem Brand in einem viergeschossigen Haus in Sutum musste die Feuerwehr sechs Menschen vor den Flammen retten. Zehn Personen mussten noch an Ort und Stelle vom Notarzt versorgt werden und wurden auf drei umliegende Krankenhäuser verteilt. Das Feuer war in einer Wohnung im ersten Stockwerk des Acht-Familien-Hauses entstanden. Auslöser war vermutlich ein brennender Adventskranz.

02.06.1987:

Völlig ausgebrannt ist eine Kraftfahrzeug-Werkstatt an der Uferstraße. Bei Schweißarbeiten fingen drei PKW Feuer, von denen einer noch aus der Werkstatt gezogen werden konnte. Die beiden anderen wurden ebenso wie die Werkstatt ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr löschte das Feuer mit einem B-Rohr und zwei C-Rohren. Die Uferstraße war für zirka 35 Minuten in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

27.07.1987:

Auf einem Pulverfass saßen die Bewohner des Hauses Luitpoldstraße 6. Als eine Mieterin ihre Wohnung in der mittleren Etage des Hauses nach einer Geburtstagsfeier betreten wollte, fand sie ihre Tür offen und es stank nach Benzin. Dank dem rechtzeitigen Eingreifen der Feuerwehr ist dieser Brandanschlag vereitelt worden. Die Feuerwehr fand in der Wohnung verschüttetes Benzin, auf einer Anrichte stand ein umgekippter Benzinkanister, die Flüssigkeit tropfte in eine Schale die direkt neben einer brennenden Kerze stand.

07.12.1987:

Zwei Verletzte forderte ein Explosionsunglück an der Uferstraße. Beim Auffüllen mit Stickstoff ging ein 23.000 Liter fassender Tanke einer Destillationsanlage in die Luft. In der Umgegend entstanden erhebliche Schäden an den Gebäuden.

13.12.1987:

Holzspäne brannten in einem Silo an der Hafenstraße. In einem Einsatz, der in den Nachmittag hinein dauerte, konnte die Feuerwehr den Schwelbrand löschen. Verletzt wurde niemand.

24.12.1987:

Der Heilige Abend begann für Polizei und Feuerwehr mit einem schweren Verkehrsunfall. Gegen 14:00 Uhr war auf der Kreuzung Horster-/Vinckestraße ein Tanklastzug gegen eine Straßenbahn geprallt. Ein Fahrgast der Straßenbahn wurde leicht verletzt. Der Sachschaden wurde auf rund 200.000 Mark geschätzt.

05.02.1988:

Feuer in der Firma Holz Sprungmann am Stadthafen. Einbrecher legten in dem holzverarbeitenden Betrieb einen Brand. Es entstand ein Sachschaden von zirka drei Millionen Mark.

21.02.1988:

Mindestens 100.000 Mark Schaden forderte ein Feuer im Futterlager auf dem Wirtschaftsgelände des Ruhr-Zoos. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden. Etwa 60 Tonnen Heu und andere Futtermittel fielen den Flammen zum Opfer.

13.05.1988:

Wegen eines Defektes am Bremssystem konnte ein Güterzug in einem Endgleis in der Nähe der Achternbergstraße nicht zum Stehen gebracht werden. Mit zirka 40 km/h fuhr der Zug über den Prellbock hinaus und stürzte, nur zehn Meter von einer Häuserzeile entfernt, über eine Steilböschung auf die Straße. Sechs Waggons, gefüllt mit Kohle, schoben sich über die Lok und verkeilten sich ineinander. Drei von den vier Mann der Zugbesatzung konnten sich unverletzt durch einen Absprung retten, der vierte Mann konnte erst nach Stunden tot geborgen werden.

15.07.1988:

Bei der Explosion einer Gasflasche erlitt ein Arbeiter lebensgefährliche Verbrennungen. Er wurde zunächst in das Bergmannsheil Buer eingeliefert und von dort aus in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen.

01.08.1988:

Zehn Kubikmeter Öl-/Wassergemisch saugte die Feuerwehr am Araltanklager im Gelsenkirchener Hafen ab. Ein noch unbekannter Verursacher hatte Altöl ins Wasser gelassen. Die Feuerwehr verteilte ein Ölbindemittel auf dem Schmierfilm, um die Schicht mit einem Schlammsaugwagen abzusaugen. Der Einsatz dauerte zirka vier Stunden.

01.08.1988:

Dreimal, allerdings in zeitlichen Abständen, musste die Feuerwehr in derselben Wohnung eines Hauses an der Kurt-Schumacher-Straße in Schalke Brände löschen. Es wurde Brandstiftung vermutet. Insgesamt wurden 27 Menschen evakuiert.

08.08.1988:

Heftige Gewitter und Hagelschauer hielten die Gelsenkirchener Feuerwehr über Stunden in Atem. Züge der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren von etwa 18:30 Uhr an pausenlos im Einsatz, um vollgelaufene Gullys und Keller auszupumpen. Zahlreiche Straßenzüge standen unter Wasser, weil die Kanalisation die Wassermassen nicht mehr aufnahm. Außerdem hatten Blitze unzählige Feuermelder ausgelöst.

28.06.1989:

Den Ausnahmezustand musste die Feuerwehr Gelsenkirchen ausrufen, nachdem in Gelsenkirchen sintflutartige Regen- und Hagelschauer heruntergekommen waren. Im Norden der Stadt hatte der Wetterspuk begonnen und setzte sich dann bis in den Süden der Stadt fort.

31.10.1989:

Beim Anfahren der petrochemischen Anlage auf dem Gelände der Veba Öl in Horst, die Rohstoffe für die Waschmittelindustrie herstellt, entzündete sich ausgetretenes Pentan-Gemisch. Acht Verletzte und zirka zirka Millionen Mark Schaden waren die Folge.

04.01.1990:

45 exotische Reptilien starben bei einem Brand in einem Zoogeschäft. In den zerstörten Räumen waren 350 Reptilien untergebracht.

26.02.1990:

Weit über 100 Einsätze für die gesamte Feuerwehr Gelsenkirchen waren das Resultat eines Unwetters.

02.04.1990:

Den Streit unter Nachbarn hätte ein kleiner Junge beinahe mit dem Leben bezahlt. Er war als einziger in dem Haus an der Straße im Bahnwinkel, welches vermutlich durch Brandstifter in Brand gesetzt wurde. Die Feuerwehr rettete das Kind.

08.07.1990:

Einen Großbrand musste die Feuerwehr in der Nacht zum Sonntag bekämpfen. Im Obergeschoss der Kühlerreparaturfirma an der Brinkgartenstraße, welches vorwiegend als Lager benutzt wurde, war um kurz nach 01:00 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Beinahe hätten die Flammen auch auf das benachbarte Wohnhaus übergegriffen, was jedoch verhindert werden konnte.

15.04.1991:

Zwei Männer kamen bei einem Brand in einem Sechsfamilienhaus ums Leben. Das Feuer muss gegen 02:00 Uhr ausgebrochen sein, Nachbarn bemerkten den Rauch und alarmierten die Feuerwehr. Die Wohnung brannte völlig aus. Die Feuerwehr ließ das Haus vorsichtshalber eine Zeitlang evakuieren.

12.06.1991:

Ein Schaden von etwa 500.000 Mark entstand bei einem Brand in der Papierfabrik Peters. Gegen 18:30 Uhr war aus ungeklärter Ursache in der Lüftungsanlage des Betriebes ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr hatte 60 Mann im Einsatz.

10.12.1991:

Ein Loch von etwa zwölf Zentimeter Durchmesser am Ausgang eines Luftkühlers in der Hydro-Cracker-Anlage war offensichtlich die Ursache für die Explosion und den Großbrand bei der Veba Öl. Die Einsatzdauer betrug mehrere Tage.

17.01.1992:

Brand eines Bauernhofes im Koesfeld in Scholven. Das Wasser musste über lange Wegstrecken gefördert werden.

11.03.1992:

Bei einem Chlorgasunfall in einem Gelsenkirchener Altenheim sind vier Mitarbeiter leicht verletzt worden. Sie hatten mit Desinfektionsmitteln im Schwimmbad der Wohnanlage hantiert. Dabei hatten sie versehentlich Flüssigkeiten zusammengemischt und so eine chemische Reaktion verursacht. Für die Bewohner des Altenheimes habe zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden.

25.03.1992:

Lebensgefährlich verletzt wurde ein 28-jähriger Lkw Fahrer aus Holland bei einem Unfall auf der Autobahn A 2 in Gelsenkirchen-Buer. Ein vor ihm fahrender Lkw war unter einer Autobahnbrücke hängen geblieben. Die Ladung, ein containerähnlicher Rohrschacht, flog in das Führerhaus des holländischen Lkws. Die Autobahn war für vier Stunden gesperrt.

08.06.1992:

Ein Flugzeugabsturz, der sich später als Notlandung einer historischen Focker Dreidecker herausstellte, löste nach der ersten Meldung - Flugzeugabsturz - einen größeren Feuerwehreinsatz aus.

03.07.1992:

Mit Löschfahrzeugen und einem Rettungswagen sowie acht Feuerwehrmännern beteiligt sich die Feuerwehr Gelsenkirchen an der Bekämpfung der Waldbrände in Brandenburg.

15.09.1992:

Kindergarten "Schweizer Dorf" vermutlich durch Brandstiftung abgebrannt.

29.09.1992:

Auslaufendes Benzin auf dem Gelände der Veba Öl in Scholven entzündete sich explosionsartig. Acht Werksangehörige erlitten schwerste Verbrennungen und mussten mit Hubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden. Zwei Arbeiter erlitten tödliche Verletzungen.

28.12.1992:

Schaden in Millionenhöhe richtete ein Feuer in der Lagerhalle für Herde und Nachtspeicheröfen der Firma Küppersbusch AG in der Feldmark an. Menschen wurden nicht verletzt.

15.01.1993:

Ein Lkw Fahrer hatte in einer Baustelle das Stauende übersehen und fuhr auf stehende Fahrzeuge auf. Nach dem schweren Unfall war die Autobahn A 2 stundenlang gesperrt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, es entstand allerdings an den vier beteiligten Fahrzeugen ein Sachschaden von rund 470.000 Mark.

25.01.1993:

Ein Schaden von rund einer halben Million Mark entstand bei einem Feuer auf dem VKR Gelände in Scholven. In Brand geriet das Materiallager einer Gerüstbaufirma. Zwei Mitarbeiter der VKR entdeckten die Flammen und alarmierten die Feuerwehr. Eigene Löschversuche waren vergebens. Das Feuer erfasste auch rund zehn Büro- und Umkleidecontainer der Bauarbeiter. Das Übergreifen auf einen Holzöltank konnte verhindert werden. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte zirka vier Stunden.

07.04.1993:

Erheblicher Schaden entstand bei zwei Bränden in der Mühle Beckmann am Nordring. Kurz nach 15:00 Uhr war der Lederriemen eines Becherelevators heißgelaufen, der die Schöpfanlage antreibt. Die Feuerwehr löschte mit Kohlendioxid und Wasser und unternahm auch ständig Kontrollfahrten, da immer wieder Glutreste aufglimmten. Gegen 20:40 Uhr entwickelte sich in der Filteranlage ein Schwelbrand zu einem ausgewachsenen Feuer.

30.06.1993:

Großalarm bei der Feuerwehr. An der Isoldenstraße stand die Fertigungshalle einer Schreinerei in Flammen. Sofort wurde die Freiwillige Feuerwehr zu den Wachen beordert, 50 Mann der Berufsfeuerwehr und zwei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr bekämpften das Feuer. Da in der Fertigungshalle Kunststoff-Fenster hergestellt wurden, kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die Anwohner wurden mittels Lautsprecherdurchsagen aufgefordert, die Fenster und Türen geschlossen zu halten.

30.07.1993:

Schwere Verletzungen zog sich ein Arbeiter bei einem Arbeitsunfall auf dem Gelände einer Metallverwertungsfirma am Stadthafen zu. Die Feuerwehr befreite ihn in einer über drei Stunden dauernden Rettungsaktion. Drei Notärzte betreuten den Verletzten in der Zeit.

11.08.1993:

In der Rauchgasentschwefelungsanlage für den Kraftwerksblock F der VKR kam es in den Nachtstunden zu einem Brandausbruch, bei dem ein Mitarbeiter eine leichte Rauchgasvergiftung erlitt und ansonsten Sachschaden in zweistelliger Millionhöhe entstand. In dem Absorber der Anlage brannten die Innengummierung und technische Einbauten. Das Feuer war im Brandverlauf durch das Dach und die Außenwand des 52 Meter hohen Gebäudes gebrochen. Die Löschmaßnahmen gestalteten sich äußerst schwierig. Im Einsatz waren neben drei Löschzügen der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen jeweils ein Löschzug der Berufsfeuerwehren Essen und Bochum. Außerdem erfolgte die Gesamtalarmierung der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen.

09.11.1993:

Sieben Familien wurden in Bismarck durch ein Großfeuer obdachlos. Nachts gegen 01:20 Uhr alarmierte eine Nachbarin die Feuerwehr, da es in der ersten Etage des Hauses brannte. Während sich die Bewohner der Brandwohnung noch rechtzeitig retten konnten, mussten die zwölf Bewohner aus den oberen Geschossen, darunter ein Kind, über die Drehleitern gerettet werden.

02.12.1993:

Gleich mehreren glücklichen Zufällen verdanken es drei Kinder, dass sie einen Brand in ihrem Kinderzimmer relativ unbeschadet überstanden haben. Ein Feuerwehrmann fuhr zufällig gegen 11:00 Uhr über die Bismarckstraße und sah aus dem Eckhaus an der Wanner Straße Rauch quellen. Er stürzte ebenso wie zwei Kripobeamte, die auch zufällig vorbeikamen, in das Haus. Im Treppenhaus kam ihnen die aufgeregte Mutter entgegen, die schon vergebens versucht hatte, mit einem Eimer Wasser zu löschen. Gemeinsam rettete man die Kinder aus der Lebensgefahr.

27.12.1993:

Hochwasser in Bonn und Umgebung. Die Feuerwehr Gelsenkirchen hilft der Bonner Feuerwehr mit 25 Elektrotauchpumpen.

19.01.1994:

Die Berufsfeuerwehr und drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen waren beim Brand im "Stephanus-Haus" im Einsatz. Ein fünfjähriger Junge hatte mit Feuer gespielt.

12.07.1994:

Fast auf den Tag genau nach drei Jahren kam es bei der Papierfabrik Peters erneut zu einem Großbrand. Es brannten auf einer Fläche von 100 mal 100 Metern große Mengen der im Freien gelagerten Altpapierballen. Feuerwehrkräfte - auch aus den Nachbarstädten - waren mehrere Tage lang im Einsatz. Sachschaden in Millionenhöhe.

08.09.1994:

Ein Feuer vernichtete bei der Firma Weissheimer Malz an der Hafenstraße in Schalke schätzungsweise 60 Tonnen Gerste. Über Stunden herrschte am Unglücksort Explosionsgefahr. Zu dem Großaufgebot an Feuerwehrkräften zählte auch die Werkfeuerwehr der Veba Öl aus Scholven.

30.01.1995:

Heftige Unwetter und Überschwemmungen hielten die Feuerwehr auf trab.

05.06.1995:

Kindergarten "Schweizer Dorf" durch Brandstiftung wiederholt abgebrannt.

12.06.1995:

Rund 150 Einsätze für die gesamte Feuerwehr Gelsenkirchen waren die Folgen eines Unwetters.

17.08.1995:

Auf einem Reifenlager an der Asbeckstraße in Heßler brannten zirka 4000 Reifen und sorgten für eine intensive Rauchentwicklung. Die Feuerwehr brauchte mehrere Tage, um das Feuer zu löschen.

29.08.1995:

Mehrere Todesopfer forderte eine Explosion eines Reihenhauses an der Lasthausstraße. Die Feuerwehr wurde durch 50 Kräfte des THW unterstützt.

28.11.1997:

Großeinsatz der Feuerwehr beim Brand von Wohncontainern für Asylbewerber an der Seestraße.

01.11.1998:

Sintflutartiger Regen ließ Bäche und Flüsse im gesamten Stadtgebiet Gelsenkirchen überlaufen und beschäftigte 95 Einsatzkräfte der Feuerwehr Gelsenkirchen.

17.05.2000:

Aufgrund von Schlampereien beim Aushub einer Baugrube an der Middelicher Straße in Resse drohte ein benachbartes Mehrfamilienhaus einzustürzen, THW und Feuerwehr verhinderten dies.

28.05.2000:

140 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr beseitigten in über 100 Einsätzen Sturmschäden.

20.06.2002:

Beim Brand eines Patientenraumes in der geriatrischen Fachabteilung des St.-Hedwig-Hospitals in Gelsenkirchen-Resse wurden alle Kräfte der Feuerwehr Gelsenkirchen, die von mehreren Hilfsorganisationen, sowie die von umliegenden Feuerwehren in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Der Brand forderte ein Todesopfer und acht zum Teil schwer verletzte Personen.

27.10.2002:

Sturm und Unwettereinsätze beschäftigten die Feuerwehr.

17.12.2003:

500.000 Euro Schaden entstanden bei einem durch einem technischen Defekt in einen Kühlschrank ausgelösten Brand in der Sparkassen-Hauptgeschäftsstelle am Neumarkt.

30.01.2004:

Durch ein Feuer wurde eine Wohnung im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Graszlitzer Straße völlig zerstört. 126 Menschen aus vier Häusern mussten evakuiert werden. Das eigentliche Brandgeschehen am Ursprungsort, einer Küche in einer Wohnung, konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Bedingt durch die vorgehängte Fassade und nach der Zerstörung eines Fensterrahmens konnten offene Flammen und heiße Brandgase ungehindert und unkontrolliert in den Luftraum des Kaltdaches gelangen und wegen fehlender Gebäudeabschlusswände sich über den gesamten Dachbereich auch der angrenzenden Gebäude ausbreiten.

17.07.2004:

Sturm- und Unwettereinsätze bescherten der Feuerwehr Arbeit. Das jährliche Höhenfeuerwerk zum Sommerfest an Schloss Berge konnte trotzdem (verspätet) durchgeführt werden.

18.07.2004:

Einen Tag später kam es erneut zu schweren Unwettern und es musste Vollalarm für die Freiwillige Feuerwehr Gelsenkirchen gegeben werden.

12.10.2004:

Brand einer Lagerhalle für Textilien der Firma Alltex in Gelsenkirchen-Rotthausen mit einer kilometerweit zu sehenden Rauchwolke. Zeitweise musste deshalb auch eine Bahnlinie in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort gesperrt werden. Eingesetzt wurden neben Kräften der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen auch Kräfte von umliegenden Feuerwehren, sowie die Werkfeuerwehr Veba Öl und die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Gelsenkirchen. Das Technische Hilfswerk wurde in Alarmbereitschaft versetzt. Obwohl der Brand schon Vormittags ausbrach, dauerten die Lösch- und Aufräumarbeiten bis in den nächsten Tag hinein, da immer wieder Glutreste aufflammten.