02.06.2007: Übungstag am Institut der Feuerwehr NRW in Münster

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Ein von vielen Feuerwehrkräften aus Gelsenkirchen lang ersehnter Tag war der 05.06.2007. Zu einem gemeinsamen Übungstag auf dem Außengelände am Institut der Feuerwehr in Münster (ehemals Landesfeuerwehrschule) brachen morgens die Löschzüge 11, 12, 14, 15 und 18 an der Feuerwache 2 in Richtung Münsterland auf. Mit zehn Einsatzfahrzeugen ging es im Konvoi los. Vom Löschzug 12 fuhren fünf Kameraden mit dem Mannschaftstransportfahrzeug MTF 12-1 mit.

In Münster angekommen konnte nach einer Lagebesprechung das Freigelände Inspiziert werden. Es gab eine Menge zu entdecken. Der Löschzug 12 schloss sich zum Üben mit den Nachbarn vom Löschzug 15 aus Scholven-Hassel zusammen. Als Fahrzeug für Übungen wurde das Löschgruppenfahrzeug LF 15-1 (LF 16/12 nach Norm) genommen. Mit vereinten Kräften konnte man dann eine Gruppe und genügend Kräfte zum Vorbereiten von Übungsszenarien stellen. Die Trupps mischte man aus beiden Löschzügen zusammen, womit die Zusammenarbeit untereinander getestet werden konnte. Die Verletztendarsteller der Übungen entlieh man sich der Jugendfeuerwehr vom Löschzug 18.

Die erste Übung zum Aufwärmen war eine erste Herausforderung für die Gruppenführer. Eine Brandmeldeanlage musste nach Fehlauslösung zurückgestellt werden.

Die im Anschluss folgende Übungslage forderte das ganze Team: Ein Bauarbeiter wurde in einer Baugrube nach einem Arbeitsunfall eingeklemmt. Nach der Erstversorgung in der Baugrube wurde der Patient über eine Bockleiter aus der Grube gezogen und gerettet.

Auch bei der nächsten Übungslage - nach kurzer Stärkung am Verpflegungswagen des Löschzuges 18 - ging es um die technische Hilfeleistung. Ein Autofahrer war in eine Straßenbahn gefahren. Er wurde erstversorgt, die Bahn gebremst und stromlos geschaltet. Im Anschluss wurden einige Rettungsmöglichkeiten aus Bahn und PKW durchgesprochen. Es folgte eine Pause, das Mittagessen war fertig.

In der nächsten Übung drehte sich alles um die Menschenrettung und Brandbekämpfung. In einem Mehrfamilienhaus war ein Feuer ausgebrochen, Menschenleben in Gefahr! Neben dem Aufbau der Wasserversorgung und dem Vorgehen im Innenangriff konnte hier auch die Menschenrettung über tragbare Leitern realistisch dargestellt und geübt werden.

Kinder nach Spielen im Kanalschacht vermisst. Eine Anspruchsvolle Übungslage für alle Eingesetzten. Da sich unser "Opfer" nicht an der gedachten Stelle versteckte, erlebte hier auch die Übungsleitung ein kleines Wunder. Sehr realitätsnah musste der Vermisste unter Einsatz von schwerem Atemschutzgerät in einem Kanalschacht gesucht, mittels Bergetuch gerettet werden und über eine Bockleiter aus vier Steckleiterteilen an die Erdoberfläche zurück geholt werden. Eine schweißtreibende Aufgabe für alle beteiligten Kräfte.

Eine weitere Übungslage stellte das Retten von eingeklemmten Menschen mittels Hebekissen dar. Zwei Hebekissen waren nötig, um den LKW-Wechselcontainer anzuheben. Aber auch hier: Erfolgreich abgearbeitet und eine Menge gelernt.

Zwei verschiedene Angriffswege, davon einer über eine Schiebeleiter, Vorgehen im Innenangriff und Abseilen von Geräten bei einem fiktiven Brand in einem mehrgeschossigen Wohnhaus war die letzte Übungslage, welche in einer kleinen Wasserschlacht endete.

Zu letzt bleibt noch zu sagen, dass die Zusammenarbeit mit dem Löschzug 15 sehr gut funktionierte. Auch die Chance, anderen Löschzügen beim Arbeiten über die Schulter zu schauen, wurde genutzt. Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle bei dem Löschzug 18, welcher die Organisation für den Tag und die Verpflegung übernommen hatte. Auch alle anderen mitgereisten Löschzüge konnten eine Menge üben.