19.05.2016: Praktische Übung zum Thema "Technische Hilfeleistung"

Neben der Brandbekämpfung ist die technische Hilfeleistung eine der Kernaufgaben der Feuerwehr. Das gilt insbesondere für den Löschzug 12, der mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Gerätewagen-Technik über zwei Fahrzeuge mit umfangreicher Beladung zur technischen Hilfeleistung verfügt. Um bei Verkehrsunfällen schnelle und patientengerechte Hilfe leisten zu können, bedarf es jedoch ständiger Übung.

Nachdem die Grundtätigkeiten immer wieder geschult werden, sind praktische Einsatzübungen ein gutes Mittel, um realitätsnah die eigenen Fähigkeiten und Grenzen auszuloten. Das Szenario: Zwei PKW sind im Motorbereich miteinander zusammengestoßen. Ein Fahrer ist im Fußraum eingeklemmt, ein Passant klemmt unter einem der PKW. Zur patientengerechten Rettung bedarf es nicht nur des gezielten Einsatzes von technischem Rettungsgerät, wie der hydraulischen Rettungsschere oder der pneumatisch betriebenen Hebekissen. Auch das Zeitmanagement muss stimmen: Um den eingeklemmten Fahrer befreien zu können, muss zunächst die unter dem zweiten PKW befindliche Person gerettet und der PKW dann zur Seite geschafft werden. Erst so entsteht genug Platz an der Unfallstelle, um letztlich alle Beteiligten zügig und schonend aus ihren jeweiligen Zwangslagen zu befreien.

Nach fünfzig Minuten ist die Übungslage aufgehoben und das Lernziel erreicht: Alle "Patienten" sind gerettet und es ist Zeit, Erfahrungen auszutauschen und Verbesserungen zu besprechen. Denn sobald die Einsatzfahrzeuge wieder aufgerüstet sind, könnte er jederzeit kommen: Der nächste - reale - Einsatz.