Die alte Feuerwache 2 "Am Spritzenhaus" in Buer-Mitte

Über Jahrzehnte hinweg diente die alte Feuerwache 2 als Standort der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen und als Gerätehaus für den Löschzuges 12 der Freiwilligen Feuerwehr. Im Jahre 2005 zog die Berufsfeuerwehr von der alten Feuerwache 2 zur neuen zentralen Feuerwache 2 an der Seestraße, im Jahre 2006 zog der Löschzug 12 in das neue Gerätehaus am Urban-von-Vorst-Weg 8. Der traditonsreiche Standort im Herzen von Buer wurde aufgegeben.

Straßenseitiger Blick auf die alte Feuerwache 2 mit dem Teil der Berufsfeuerwehr

Der Feuerwachenkomplex bestand aus einem Hauptgebäude, in dem der Löschzug 2 der Berufsfeuerwehr untergebracht war. Ein Erweiterungsbau am Hauptgebäude beherbergte die Rettungsdienstfahrzeuge. Insgesamt standen sieben Hallentore unterschiedlicher Größe zur Straßenseite zur Verfügung. Die Obergeschosse beherbergten die Aufenthalts- und Sozialräume der Berufsfeuerwehr. Zuweilen herrschte akuter Platzmangel im Gebäude, ein weiteres Manko waren zahlreiche unterlassene Instandhaltungen. An der straßenabgewandten Seite der Gebäude lag der Innenhof der Wache. Bis in die 90er Jahre befand sich am Innenhof eine Tankstelle für Feuerwehrfahrzeuge. Des Weiteren wurde der Hof als Parkfläche und für Übungen genutzt.

Das alte Gerätehaus des Löschzuges 12 vom Innenhof der Feuerwache aus gesehen

Im rechten Winkel zum Gebäudekomplex der Berufsfeuerwehr befand sich das Gerätehaus des Löschzuges 12. Die Unterkunft des Löschzuges 12 war über einen eigenen Seiteneingang am Nollenpad zu erreichen. Im Erdgeschoss des Gebäudes befanden sich sechs Fahrzeugstellplätze, die zum Innenhof der Feuerwache 2 ausgerichtet waren. In der Fahrzeughalle sowie im Keller des Gebäudes gab es Lagermöglichkeiten für Schläuche und Verbrauchsmaterialien. Im Obergeschoss befanden sich in zwei umgebauten ehemaligen Dienstwohnungen die Spind- und Umkleideräume, sowie jeweils ein Wasch- und Toilettenraum für Frauen und Männer. Des Weiteren gab es einen Aufenthaltsraum mit Unterhaltungsmöglichkeiten, eine Küche, ein Büro, einen großen Schulungsraum und einen eigenen Raum für die Jugendfeuerwehr. Besonders im Sommer wurde der große Balkon über den Toren der Fahrzeughalle genutzt.

Pünktlich zum Jahre 2007 begannen die Abrissarbeiten an dem ehemaligen Feuerwachengelände. Eine Bilderserie dokumentiert den Abriss und die Entwicklung des Geländes.